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Frau Bongers dachte wir würden uns nicht trauen, ihre Kritik zu veröffentlichen....14.08.98

Der VDH - sprich ADRK - ist für Frau Bongers das geringere Übel !!   18.08.98

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Betreff:       Gästebuch
 Datum:       Fri, 14 Aug 1998 17:17:44 +0200
    Von:            An:        gaestebuch@rassehunde.de
 

Sehr geehrter Herr ?

auch auf die Gefahr hin, daß sie diesen Eintrag nicht ins Gästebuch nehmen, bzw. daß ich unhöflich klinge, möchte ich Ihnen vorab sagen,da ich Ihre Kritik (teilweise Hetze) nicht in allen Teilen OK finde. Teilweise ist es sogar Polemik. Na ja. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Deshalb möchte ich auch meine hier einmal kund tun.

1. Kosten sollten bei der Anschaffung eines Hundes nie eine Rolle spielen. Ihre Kostenaufstellung im ersten Teil ist sicher korrekt. Hinzu kommen natürlich (z.B.beim ADRK, der mir am geläufigsten ist) noch Kosten um einen Hund überhaupt zuchttauglich zu machen (HD und ED Röntgen, Ausbildung, evtl. Ausstellungen).

2. Sicher gibt es unnütze Kosten, die durch den VDH entstehen. Die Wurfabnahme wird (beispiel ADRK) von qualifizierten Zuchtwarten durchgeführt. Der Zuchtwart ist ein langjähriger Züchter, der an Prüfungen teilzunehmen hat. Halten Sie einen Zuchtwart etwa nicht für nötig? Ich schon.

3. Viele Verbände (nicht alle), die dem VDH nicht angehören, haben Zuchtrichtlinien, die nur minimal sind. Die Hunde brauchen keine ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung), HD Röntgen ist nicht zwingend erforderlich und Zahnfehler sind auch OK. Verstehen Sie mich nicht falsch. Es gibt sicher auch hier ordentliche, seriöse Verbände.

4. Gewerbliche Hundezüchter haben (zumindest im ADRK) nichts verloren. Es ist ebenso nicht erlaubt mehr als drei Zuchthündinnen zu halten. Hierzu noch mal meine Meinung. Jeder, der mehr als zwei Rassen züchtet ist für mich ein gewerblicher Züchter, der auf Profit aus ist.

5. Der Verwaltungsapparat ist hoch,vielleicht zu hoch. Ein gewisser Verwaltungsaufwand ist jedoch notwendig. Wie soll man es sonst z.B. schaffen, Zucht- und Blutlinien über viele Generationen zu verfolgen und auszuwerten.

6. Wie Sie schon richtig sagen, sollte man beim Kauf eines Hundes nicht auf Geld achten. Der Beitrag zum Verband ist wohl der geringste Teil. Ein Preis ist weder die Garantie für einen "perfekten" Hund noch für einen seriösen Züchter. Ein Hund mit Papieren (ADRKetc.) hat jedoch strenge Prüfungen (gesundheitlich, Wesenetc.) hinter sich.

Wie gesagt, dies ist meine Meinung. Der VDH und seine angegliederten Verbände sind keine Allmacht und sicher nicht von frei von Fehlern. Die Verbände außerhalbdes VDH sind dies genauso wenig und besitzen dafür aber weniger Kontrollfunktionen.

Viele Grüße

H. B.

15.08.98
Sehr geehrte Frau Bongers,

mein Name ist Stierand, Uwe- aus dem einfach tierischen Team bei rassehunde.de - und ich versichere Ihnen, daß bisher alle Zuschriften auch im Gästebuch von rassehunde.de veröffentlicht wurden, so also auch die Ihrige. Nur setze ich Ihr Verständnis voraus, daß die Veröffentlichungen nicht unkommentiert vorgenommen werden. Wie auch Sie sich überzeugen können, werden die Zuschriften sogar vollständig und ungekürzt veröffentlicht.
rassehunde.de ist nicht nur eine, sondern d i e Plattform für a l l e Hundehalter und -freunde, also auch und insbesondere Ihre Möglichkeit, dem Welpeninteressenten sich und Ihre Hunde, aber auch Ihre Meinung vorzustellen
Ich danke Ihnen also für Ihre Zuschrift und beziehe folgenden Standpunkt hierzu:

zu 1. Die Kosten für die gesundheitliche Tauglichkeitsprüfung sind natürlich nicht zu unterschätzen und von mir wohl auch nicht vergessen worden, aber alle Ausstellungskosten, welche in den VDH - Mitgliedsvereinen notwendig sind, um eine "Zuchterlaubnis"zu bekommen, sind aus meiner Sicht überflüssige Kosten, weil nur ein guter Tierarzt die Kompetenz für die Entscheidung über eine "Zuchttauglichkeit" tatsächlich, durch sein abgeschlossenes Studium, nachweisen kann. Wer prüft,wie Sie meinen, den Zuchtwart? Bitte lesen Sie hier die Antwort eines "Zuchtleiters" des im VDH organisierten BCD und meine entsprechenden Einlassungen.

zu 2. Ich halte einen vom Züchter und dessen Verein unabhängigen Zuchtwart für effektiver als einen jahrelangen Vereins- und Züchterkollegen. Deshalb bin ich der Meinung, daß nur der vom Tierschutzgesetz, dem § 11 vorgeschriebene Amtstierarzt die Aufgaben eines "Zuchtwartes" objektiv und unabhängig übernehmen kann.

zu 3. Genauso, wie Sie einräumen, daß es auch außerhalb des VDH seriöse Verbände gibt, dürfen Sie aber auch davon ausgehen, daß es auch innerhalb des VDH unseriöse "Zucht-", besser wohl Vermehrungs- und Verkaufsmethoden gibt. Eben, wie Sie schon einräumten, nicht alle und nicht immer.

zu 4. Was ist schlecht an Profit? Ich stehe dazu, Profit zu mögen und nach diesem zu streben, ich habe bis heute mit der Hundezucht allein noch keinen erzielt!! Sie gehen davon aus, daß mit weniger als drei Hündinnen es immer Liebhaberei sei, was nicht, aber auch nicht immer stimmt.
Und wenn Sie selbst schreiben, daß für Sie einerseits gewerbliche Hundezüchter im ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler Klub e.V.) nichts verloren haben, der ADRK aber ein VDH - Mitgliedsverein ist, übrigens ebenso wie der BCD (Beagle Club Deutschland e.V.) auch, und andererseits für Sie jeder Hundehalter, welcher mehr als drei Zuchthündinnen hält, ein auf Profit ausgerichteter gewerblicher Züchter sei, haben Sie in den VDH - Reihen sehr, sehr viele gewerbliche Hundezüchter und sollten überlegen, ob Sie weiterhin mit solchen, für Sie wohl offensichtlich negativen, Hundezüchtern gemeinsam dem VDH durch Ihre Mitgliedschaft beim Vertuschen dieser gewerblichen Hundezucht Beistand leisten wollen. Hier empfehle ich abermals die Zeilen vom BCD - Zuchtwart zu lesen, welcher von solchen tatsächlich gewerblichen Hundezüchtern im BCD schreibt.

5. und 6. lasse ich einfachmal unkommentiert stehen und frage Sie abschließend nur, welche Vereine außerhalb des VDH Ihnen bekannt sind, welche nach geringeren Zuchtrichtlinien, als der VDH diese für sich mit "den strengsten der Welt" behauptet, die Rassehundezucht betreiben? Ich würde Ihnen gerne zum Vergleich deren Statute zukommen lassen, Sie würden schnell merken, daß es auch, oder gerade, außerhalb des VDH Hundezüchter mit Sach- und Fachverstand gibt.

mit freundlichen Grüßen
 

Uwe Stierand
aus Ihrem ...einfach tierisch(vom vdh) unabhängigen Team bei rassehunde.de

Frau Bongers rechnete nicht mit unserer Offenheit


 


 
Betreff:       Gästebuch
 Datum:       Fri, 18 Aug 1998 17:17:44 +0200
    Von:            An:        gaestebuch@rassehunde.de
 

Hallo,

zunächst einmal vielen Dank für die Antwort. Leider ist es nicht selbstverständlich, daß jemand bereit ist mit einem unterschiedliche Meinungen zu diskutieren.

Natürlich möchte ich Deine (Ihre?) Meinungen gerne kommentieren.

zu 1: Einerseits hast Du natürlich recht. Ob ein Hund gesund ist, weiß am besten der Tierarzt. Dieser ist ja auch zuständig für das Röntgen der Ellenbogen, bzw. der Hüften. Ausstellungen sind im begrenzten Maße schon notwendig, da die Zuchthunde ja dem Rassestandard entsprechen sollen. Diese Kompetenz fehlt einem Tierarzt meistens. Ein Tierarzt ist sicher auch nicht in der Lage (einzuschätzen), ob ein Hund von seinem Verhalten her, der jeweiligen Rasse entspricht. Die Message des Zuchtleiters werde ich noch lesen.

zu 2: Ein vereinsunabhängiger Zuchtwart wäre nicht das schlechteste. Ein Tierarzt kann jedoch nie alleine die Aufgaben erfüllen. Er müßte sonst die Rassestandards aller möglichen Rassen kennen. Das wäre vielleicht ein bißchen viel verlangt. Eine Kombination wäre jedoch in Ordnung. Der Zuchtwart ist ja auch noch zur Wahrung des Rassestandards zuständig, nicht nur für die Gesundheitskontrolle.

zu 3: Natürlich. Es gibt sicher beim VDH schwarze Schafe, die sich unter dem Deckmantel des VDH wohlfühlen. Dies ist bedauernswert und sicher zu verurteilen.

zu 4: Profit ist durchaus nicht verwerflich. Ich kann jedoch nicht nachvollziehen, wieso man mit der Züchterei keinen Profit machen kann, bzw. macht. Dies bezieht sich sicher auch auf Züchter mit weniger als drei Zuchthündinnen. Wenn man die reinen Kosten berücksichtigt (ohne Arbeitszeit etc.), dann ist bei einem Kaufpreis von 1.500,00 DM oder mehr sicher ein Gewinn zu erzielen. Dies gilt vielleicht nicht für die ersten zwei Würfe mit einer Hündin. Danach ist wird aber ein Gewinn gemacht und das ist auch akzeptabel. Reine gewerbliche Züchter sollten im VDH nichts zu suchen haben. Das es vorkommt ist bedauerlich. Wie gesagt, schwarze Schafe gibt es nun mal. Für mich ist der ADRK im Moment das geringste übel im Vergleich zu vielen VDH und nicht VDH Vereinen.

zu 5 und 6: Am besten bekannt sind mir WZRV (?), UCI und der Niederrheinische Rassehundezuchtverband. Es würde mich sehr freuen, wenn sie mir die Statuten zukommen lassen würden. Vergeblich habe ich bisher versucht, deren Statuten zu erhalten. Man hat mir bisher nur telefonisch Auskunft gegeben. Weiß der Himmel warum. Desweiteren habe ich mit Züchtern, bzw. einigen gewerblichen Hundevermehrern (anders kann ich diese leider nicht bezeichnen) gesprochen. Für diese waren Blutlinien, HD-Linien etc. nur böhmische Dörfer. Es wurde der eigene Rüde genommen, weil er ja so ein lieber Hund ist. Als ob dies entscheidend ist. Wie gesagt, es gibt durchaus auch dort Hundezüchter mit Sach- und Fachverstande. Leider habe ich bisher nur wenige getroffen, deshalb würde ich mich über die Statuten sehr freuen.

Viele Grüße

H. B.
 
 

19.08.98

Sehr geehrte Frau Bongers,

ich konnte ja nun feststellen, daß unsere Meinungen zu den Punkten 1 - 3 gar nicht mehr so sehr differieren. Ich denke, daß wir offensichtlich mehr gemeinsame Ziele in der Hundezucht verfolgen, als konträre Meinungen zu vertreten.
Auch im Punkt 4 kann ich Ihrer letzten Mitteilung keine defizielen Meinungsäußerungen erkennen. Lediglich, daß Sie sich eben nicht vorstellen könnten, daß man mit der Züchterei keinen Gewinn- sprich Profit - erzielen könne.  Aus Ihrem, diesseitig auch verständlichen, Betrachtungswinkel wäre schon ein Gewinn erzielbar, nur dürfte man dann eben nicht die Personalkosten berechnen, welche immer entstehen. (Arbeitszeitaufwand). Jeder Kaufmann wird jedoch verstehen, daß dies einer der größten Kostenblöcke in der Tierzucht ist und nicht vergessen werden darf, bevor von Gewinnen die Rede ist.

Ich darf Sie doch hiernoch mal zitieren und eben nochmals herausstellen, daß Sie der Meinung sind (vieleVDH - Mitglieder sind übrigens Ihrer Meinung, ohne die anderenVereine und Verbände zu kennen),

der im VDH organisierte ADRK sei das geringere Übel,

oder?

Ich denke, es würde dem VDH insgesamt ein besseres Ansehen, auch unter den anderen Züchtern, geben, würde dieser sich endlich auch zudem bekennen, was er aus meiner Sicht ledig ist :

eine kommerzielle Vertriebs-& Absatzgemeinschaft Deutschlands für Rassehunde & Welpen von Hobby- aber auch von illegalen gewerblichen Hundezüchtern

5. und 6. Ich fordere hiermit die anderen Vereine und Clubs auf, der Frau Bongers zu helfen und Frau Bongers mit den jeweiligen Statuten zu beglücken. Mit dem WZRV dürfte wohl der WRZV, der WestdeutscheRassehunde Zucht Verein gemeint sein.

Frau Bongers, alle hier eingehenden Statute und Zuchtrichtlinien werden Ihnen umgehendst zugeleitet.

mfg

Uwe aus Ihrem... einfach tierischen Team bei rassehunde.de
 

mal sehen, ob der ADRK eine Meinung hierzu hat