Der FCI - Rassestandard - Rottweiler
(Die Rottweiler - Bilder wurden dankenderweisevon Frau Hoffmann,Brigitte zur Verfügung gestellt)
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FCI Standard No 143 / 14.02.1994 / D
Rottweiler
Ursprungsland: Deutschland 

Verwendung: Begleit- Schutz- und Gebrauchshund 

Klassifikation F.C.I.: 
Gruppe II (Schnauzer und Pinscher, Molosser und Schweizer Sennenhunde) 
Sektion 2.1 Molosser, doggenartige Hunde. 

Mit Arbeitsprüfung. 
Rottweiler - Welpen von autorisierten Hundezüchtern bei rassehunde.de

 F.C.I - Standard Nr. 147 / 16.01.1996 / D

ROTTWEILER


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KURZER GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK : 

Der Rottweiler zählt zu den ältesten Hunderassen. Des RottweilersUrsprung geht bis in die Römerzeit zurück. Der Rottweiler wurdedort als Hüte- und Treiberhund gehalten. Die Hunde zogen mit den römischenLegionen über die Alpen, beschützten die Menschen und triebendas Vieh. Im Raum um Rottweil trafen diese Hunde mit den einheimischenHunden zusammen. Hier erfolgt dann eine Vermischung. Die Hauptaufgabendes Rottweilers wurden nun das Treiben und Bewachen von Großviehherdenund die Verteidigung seines Herrn und dessen Eigentum. Nach der alten deutschenReichsstadt Rottweil erhielt er seinen Namen : "Rottweiler Metzgerhund".Die Metzger züchteten diesen Hundeschlag nur auf Leistung und fürihren Verwendungszweck. So entstand im Laufe der Zeit ein hervorragenderHüte- und Treiberhund, der auch als Zughund Verwendung fand. Als manzu Beginn des 20. Jahrhunderts Hunderassen für den Polizeidienst suchte,wurde auch der Rottweiler überprüft. Es zeigte sich sehr schnell,daß der Hund für die Aufgaben im Polizeidienst hervorragendgeeignet ist. Im Jahre 1910 wurde er deshalb als Polizeihund offiziellanerkannt.  
Die Rottweilerzucht erstrebt einen kraftstrotzenden Hund, schwarz mitrotbraunen, klar abgegrenzten Abzeichen, der bei wuchtiger Gesamterscheinungden Adel nicht vermissen läßt und sich als Begleit-, Schutz-und Gebrauchshund in besonderem Maße eignet.
 

Schweizer Theorie über die Geschichte des Rottweiler 

Im Buch des  E. von OTTO - Bensheim ( wurde 1928 vom Verband desVDH veröffentlicht ) wird behauptet,   die Vorfahren desRottweilers  seien Berner Sennenhunde gewesen, die Vieh aus den SchweizerAlpen nach Rottweil getrieben haben, dort geblieben und weiter gediehenseien.

Dank guter und üppiger Fütterung, und in reichlichen Maßeringsum angenehme Lebensümstände, verwandelte sich der
vergleichsweise schwächliche Schweizer Hund der Milchmännerin diesen mächtigen und kraftvollen Burschen.

Sicherlich ist es gar keine unvernünftige Theorie, daß dieVorfahren der Schweizer Sennenhunde hinter dem Rottweiler
stehen, wahrscheinlich handelt es sich um den Berner Sennenhund, dermit dem Rottweiler gemeinsame Vorfahren hat.
Die meisten kundigen Züchter werden zustimmen, daß ein langhaarigerRottweiler nur einige weiße Flecken braucht, um
wie ein Berner Sennenhund auszusehen.

Da der STANDART ( Erscheinungsbild des Rottweiler ) schon mehrmals geändertwurde ( 1901,1913,1914,1921 ect.), kann nur davon ausgegangen werden, wieer HEUTE aussehen soll.
 

1. ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD DES HUNDES 

     Der Rottweiler ist ein mittelgroßer bisgroßer, stämmiger Hund, weder plump noch leicht, nicht hochläufigoder
     windig. Seine im richtigen Verhältnisstehende, gedrungene und kräftige Gestalt läßt auf großeKraft, Wendigkeit
     und Ausdauer schließen.

2. WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE (PROPORTIONEN) 

     Das Maß der Rumpflänge, gemessenvom Brustbein bis zum Sitzbeinhöcker, sollte dasjenige der Widerristhöhe
     höchstens um 15% überschreiten.

3. VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN) 

     Von freundlicher und friedlicher Grundstimmung,kinderliebend, ist er sehr anhänglich, gehorsam, führig und
     arbeitsfreudig. Seine Erscheinung verrätUrwüchsigkeit, sein Verhalten ist selbstsicher, nervenfest und
     unerschrocken. Er reagiert mit hoher Aufmerksamkeitgegenüber seiner Umwelt.

4. KOPF 

     4.1 Oberkopf : Mittellang, der Schädelzwischen den Ohren breit, in der Stirnlinie, seitlich gesehen, mäßig
     gewölbt. Hinterhauptstachel gut entwickelt,ohne stark hervorzutreten. 

     Stop : Stirnabsatz ausgeprägt.

4.2 Gesichtsschädel : 

     Nase : Nasenrücken gerade, mit breitemAnsatz und mäßiger Verjüngung, Nasenkuppe gut ausgebildet,eher
     breit als rund, mit verhältnismäßiggroßen Öffnungen, stets von schwarzer Farbe. 

     Schnauze : Der Fang sollte im Verhältniszum Oberkopf weder gestreckt noch verkürzt wirken. 

     Lefzen : Schwarz, fest anliegend, Lefzenwinkelgeschlossen, Zahnleiste möglichst dunkel. 

     Kiefer : Kräftiger, breiter Ober- undUnterkiefer. 

     Backen : Jochbogen ausgeprägt. 

     Gebiß : Stark und vollständig(42Zähne), die oberen Schneidezähne greifen scherenartig überdie des
     Unterkiefers. 

     Augen : Mittelgroß, mandelförmig,von tiefbrauner Farbe; Lider gut anliegend. 

     Ohren : Mittelgroß, hängend, dreieckig,weit voneinander stehend, hoch angesetzt. Der Oberkopf erscheint bei
     nach vorn gelegten, gut anliegenden Ohrenverbreitert. 

5. HALS 

     Kräftig, mäßig lang, gut bemuskelt,mit leicht gewölbter Nackenlinie, trocken, ohne Wamme oder loser
     Kehlhaut.

6. RUMPF 

     Rücken : Gerade, kräftig, stramm.Lendenpartie kurz, kräftig und tief. 

     Kruppe : Breit von mittlerer Länge inleichter Rundung verlaufend, weder gerade noch stark abfallend. 

     Brust : Geräumig, breit und tief (ca.50% der Widerristhöhe), mit gut entwickelter Vorbrust und gut gewölbten 
     Rippen. 

     Bauch : Flanken nicht aufgezogen. 

     Rute : kurz kupiert, wobei ein oder zwei Rutenwirbelsichtbar erhalten bleiben. In Ländern in denen der
     Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassenhat, kann die Rute naturbelassen bleiben.

7. GLIEDMAßEN 

     7.1 Vorderhand

     Allgemeines : Die Vorderläufe sind vonvorn gesehen gerade und nicht eng gestellt. Die Unterarme stehen,
     seitlich gesehen, gerade. Die Neigung desSchulterblattes zur Waagrechten ist etwa 45 Grad. 

     Schultern : Gut gelagert. 

     Oberarm : Gut am Rumpf anliegend. 

     Unterarm : Kräftig entwickelt und bemuskelt. 

     Vordermittelfuß : leicht federnd, kräftig,nicht steil. 

     Pfoten : Rund, Zehen eng aneinanderliegendund gewölbt, Sohlen hart, Nägel kurz, schwarz und stark.

     7.2 Hinterhand

     Allgemeines : Von hinten gesehen sind die Hinterläufegerade, nicht eng gestellt. Im zwanglosen Stand bilden 

     Oberschenkel zum Hüftbein, Oberschenkelzum Unterschenkel und Unterschenkel zum Mittelfuß einen stumpfen
     Winkel. 

     Oberschenkel : Mäßig lang, breitund stark bemuskelt. 

     Unterschenkel:Lang, kräftig und breitbemuskelt, sehnig in ein kraftvolles Sprunggelenk übergehend, gut
     gewinkelt, nicht steil. Pfoten : Etwas längerals die Vorderpfoten, Zehen stark, ebenso gut eng aneinanderliegend,
     gewölbt.

8. GANGWERK 

     Der Rottweiler ist ein Traber. Der Rückenbleibt fest und relativ ruhig. Der Ablauf der Bewegung ist harmonisch,
     sicher, kraftvoll und ungehemmt, bei guterSchrittweite.

9. HAUT 

     Kopfhaut : Liegt überall straff an unddarf bei hoher Aufmerksamkeit leichte Stirnfalten bilden.

 

10. HAARKLEID 

     10.1 Beschaffenheit des Haares 

     Bestehend aus Deckhaar und Unterwolle. Deckhaar= Stockhaar, mittellang, derb, dicht und straff anliegend, die
     Unterwolle soll nicht aus dem Deckhaar hervortreten.An den Hinterläufen ist die Behaarung etwas länger. 

     10.2 Farbe 

     Schwarz mit gut abgegrenzten Abzeichen ( Brand)von satter, rotbrauner Färbung an Backen, Fang,
     Halsunterseite, Brust und Läufen sowieüber den Augen und unter der Rutenwurzel.

11. GRÖßE UND GEWICHT 

     Widerristhöhe Rüden 61 bis 68 cm 
     61 bis 62 klein 
     63 bis 64 mittelgroß 
     65 bis 66 groß = richtige Höhe 
     67 bis 68 sehr groß 
     Gewicht ca. 50 kg 

     Widerristhöhe Hündinnen 56 bis 63cm 
     56 bis 57 cm klein 
     58 bis 59 cm mittelgroß 
     60 bis 61 cm groß = richtige Höhe 
     62 bis 63 cm sehr groß 
     Gewicht ca. 42 kg 

12. FEHLER 

     Jede Abweichung von den vorgenannten Punktenmuß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in
     genauem Verhältnis zum Grad der Abweichungstehen sollte. 

     Gesamtbild : Leichte, windige, hochläufigeGesamterscheinung, schwache Knochen und Muskeln. 

     Kopf : Jagdhundkopf; schmaler, zu kurzer, langer,plumper Kopf, flache Stirnpartie ( fehlender oder zu geringer
     Stop). 

     Schnauze : Langer oder spitzer Fang; Spaltnase;Ramsnase (konvexer) oder eingesunkener (konkaver) 

     Nasenrücken; abfallender Nasenrücken(Adlernase); helle oder gefleckte Nasenkuppe. 

     Lefzen : Offene, rosafarbene oder fleckigeLefzen, offener Lefzenwinkel. 

     Kiefer : schmaler Unterkiefer. 

     Backen : Stark hervortretende Backen. 

     Gebiß : Zangengebiß 

     Ohren : Zu tief angesetzte, schwere, lange,schlappe, zurückgeklappte sowie abstehende und ungleichmäßig 
     getragene Ohren. 

     Augen : Helle, offene, tiefliegende, zu vollesowie runde Augen, schlaffe Augenlider. 

     Hals : Zu langer, dünner, schwach bemuskelterHals, Wamme oder zu lose Kehlhaut. 

     Körper : Zu lang, zu kurz, schmal. 

     Brust : Flachgerippter Brustkorb, tonnenförmigeBrust, Schnürbrust. 

     Rücken : Zu langer, schwacher oder eingesenkterRücken, Karpfenrücken. 

     Kruppe : Abschüssige Kruppe, zu kurz,zu gerade oder zu lang 

     Rute : Zu hoch oder zu tief angesetzte Rute. 

     Vordergliedmaßen : Eng gestellte odernicht gerade Vorderläufe. Steile Schulter, fehlender oder mangelnder
     Ellbogenanschluß, zu langer, zu kurzeroder steiler Oberarm, weicher oder steiler Vordermittelfuß, Spreizpfoten,
     zu flache oder zu stark gewölbte Zehen,verkümmerte Zehen, helle Nägel. 

     Hintergliedmaßen : Flachschenkelige,hackenenge, kuhessige oder fassbeinige Läufe, zu eng oder zu weit
     gewinkelte 

     Gelenke, Afterkrallen. 

     Haut : Kopfhaut faltig. 

     Haarbeschaffenheit : Weiches, zu kurzes oderlanges Haar, Wellhaar, Fehlen der Unterwolle. 

     Farbe : Missfarbene, unklar abgegrenzte, zuausgedehnte Abzeichen.

13. DISQUALIFIZIERENDE FEHLER 

     Allgemeines: Betonte Umkehrung des Geschlechtsgepräges(Hündinnentyp bei Rüden und umgekehrt). 

     Verhalten : Ängstliche, scheue, feige,schußscheue, bösartige, übertrieben mißtrauische,nervöse Tiere. 

     Augen : Entropium, Ektropium, gelbe Augen,verschiedenfarbige Augen. 

     Gebiß : Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss;Hunde mit fehlendem Incisivus (Schneidezahn), Caninus (Eckzahn), 

     Prämolar oder Molar (Backenzähne). 

     Haarbeschaffenheit : Ausgesprochen lang- undwellhaarige Tiere. 

     Haarfarbe : Farbe des Haarkleides abweichendvon den für den Rottweiler standardgemäßen Farben schwarz
     mit braunen Abzeichen; weiße Flecken.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelteHoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. 

zur Verfügung gestellt von Herrn Georg Sticha


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