Der FCI - Rassestandard- Dogue de Bordeaux, Bordeaux Dogge

(Auszug - und Bild wurden dankenderWeise von FamilieWegner zur Verfügung gestellt)
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Dogue de Bordeaux - Bordeaux Dogge - dreifähriger Rüdecopyrightby FamilieWegner

Bordeaux Dogge, Dogue de Bordeaux

FCI-Standard N° 116
Bordeauxdogge (Dogue de Bordeaux)
in Anlehnung an eine Übersetzung von Frau MichèleSchneider

Ursprung: Frankreich
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 14.04.1995N° 116/D

Verwendung: Bewachung, Schutz

FCI-Einteilung:
Gruppe 2 (Pinscher-Schnauzer-Molosser-Schweizer Sennhunde)
Sektion 2.1. (doggenartige Molosser) - Ohne Arbeitsprüfung

KOPF

Mächtig, kantig, breit, ziemlich kurz, von vorn und von oben besehentrapezförmig. Die Längsachsen von Hirnschädel und Nasenrückenverlaufen (nach vorn) konvergent. Beim Rüden entspricht der Schädelumfangan der breitesten Stelle gemessen ungefähr der Widerristhöhe.Bei der Hündin darf er etwas darunterliegen.
Form und Volumen des Schädels werden durch die starke Entwicklungvon Schläfenbein, Brauen- und Jochbogen und durch den gegenseitigenAbstand der Unterkieferäste bestimmt. Die obere Schädelregionist von einer Seite zur anderen leicht konvex.
Stirnabsatz oder Stop sehr ausgeprägt; er bildet mit dem Nasenrückeneinen beinahe rechten Winkel (95° - 110°). Tiefe Stirnfurche, diesich zum hinteren Kopfende hin milder ausprägt. Die Stirn dominiertdas Gesicht. Dennoch ist sie immer noch breiter als hoch.
Der Kopf ist durch symmetrische Falten auf jeder Seite der Mittelfurchegeprägt. Diese tiefen und gewundene Falten sind beweglich, je nachdemob der Hund aufmerksam ist oder nicht.

Nasenspiegel: Breit, mit gut geöffneten Nasenlöchern,der Maske entsprechend gut pigmentiert, aufgeworfene Nase (Stupsnase) erlaubt,nicht aber die zum Gesicht hin eingedrückte Nase.

Fang: Kräftig, breit, fleischig, aber unter den Augen nichtaufgedunsen, ziemlich kurz, obere Begrenzungslinie sehr leicht konkav,mit mäßig ausgeprägten Falten. Die Breite nimmt zur Fangspitzehin nur wenig ab; von oben besehen im wesentlichen von quadratischer Form.Zur oberen Schädelregion bildet der Verlauf des Nasenbeins einen sehrstumpfen, nach oben geöffneten Winkel. Wenn der Kopf horizontal getragenwird, steht das Ende des an seiner Basis stumpfen, dicken und breiten Fangsüber eine vertikal am Nasenspiegel anzulegende Tangente vor. SeinUmfang liegt bei nahezu zwei Dritteln des Kopfumfanges. Seine Längeschwankt zwischen einem Viertel und einem Drittel der gesamten Kopflänge,gemessen vom Nasenspiegel zum Hinterhauptkamm.
Das Erreichen dieser Grenzen (höchstens ein Drittel und mindestensein Viertel der gesamten Kopflänge) ist zulässig, aber nichterwünscht. Die ideale Fanglänge liegt zwischen diesen Grenzen.

Kiefer: Sehr kräftig, breit. Der Hund zeigt Vorbiß(dieser Vorbiß ist ein Rassemerkmal). Die Rückseite der unterenSchneidezähne steht ohne Kontakt vor der Vorderseite der oberen Schneidezähne.Der Unterkiefer ist aufwärts gebogen. Das Kinn ist gut ausgeprägtund darf weder übertrieben unter der Oberlefze hervorragen, noch vondieser verdeckt sein.

Zähne: Kräftig, insbesondere die Fangzähne; untereFangzähne abgesetzt und leicht gekrümmt. Gut ausgerichtete Schneidezähne,vor allem im Unterkiefer, wo sie eine scheinbar gerade Linie bilden.

Oberlefzen: Leichte, dicke Hängelefzen, zurückziehbar.Von der Seite besehen verläuft die untere Linie bogenförmig.Sie bedecken an den Seiten den Unterkiefer. Vorn hat der Rand der OberlefzeKontakt mit der Unterlefze, dann fällt er nach beiden Seiten ab undbildet dabei ein breites, umgedrehtes "V".

Wangen: Aufgrund der sehr kräftig entwickelten Muskulaturvorstehend.

Kopfstudie eines Bordeaux Doggen - Welpen
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Augen: Oval, weit auseinander. Der Abstand zwischen den beideninneren Augenlidwinkeln entspricht ungefähr der zweifachen Augenlänge(Lidspalte). Freimütiger Ausdruck. Die Bindehaut darf nicht sichtbarsein. Bei Hunden mit schwarzer Maske ist die Augenfarbe haselnuß-bis dunkelbraun; bei Hunden ohne oder mit brauner Maske ist eine wenigedunklere Augenfarbe zulässig, aber nicht erwünscht.

Ohren: Relativ klein, etwas dunkler als die übrige Fellfarbe.Am Ansatz ist der vordere Rand leicht aufgestellt. Herabfallende, abernicht schlaff herabhängende Ohren. Beim aufmerksamen Hund liegt dervordere Ohrrand an der Wange an. Das untere Ende ist leicht abgerundet;es darf nicht weiter als bis zum Auge reichen. Sie sind recht hoch angesetzt,auf Höhe der oberen Schädellinie, was die Breite des Schädelsunterstreicht.

Hals: Sehr stark, muskulös, nahezu zylindrisch. Er trägtreichlich lose und weiche Haut. Der mittlere Halsumfang entspricht nahezudem Kopfumfang. Vom Kopf wird er durch eine mäßig betonte, leichtgebogene Querfurche getrennt. Sein oberes Profil verläuft leicht konvex.Die gut ausgeprägte Wamme beginnt im Kehlbereich und bildet bis zurBrust Falten, ohne übermäßig herabzuhängen. Der anseiner Basis sehr breite Hals geht ohne Absatz in die Schulter über.

KÖRPER

Obere Linie: Fest, mit breitem, muskulösem Rücken;gut ausgeprägter Widerrist; breite, recht kurze und feste Lenden;Kruppe bis zum Rutenansatz mäßig schräg.

Kruppe: bis zum Rutenansatz mäßig schräg

Brust: Kräftig, lang, tief, breit, über die Ellenbogenhinabreichend. Breite, kräftige Vorderbrust mit nach unten konvexerunterer Begrenzungslinie. Rippen gut, aber nicht tonnenförmig gewölbtund herabgezogen. Der Brustumfang muß die Widerristhöhe um 0,25m bis 0,30 m übertreffen.

Untere Linie: Bogenförmige Linienführung von der gutherabreichenden Brust zum festen, mässig aufgezogenen Bauch; wederHänge- noch Windhundbauch.

Rute: Am Ansatz sehr dick. Die Spitze reicht vorzugsweise biszum Sprunggelenk, aber nicht darüber hinaus. Sie ist geschmeidig undwird tief getragen; keine Knick- oder Knotenrute. In Ruhestellung hängtsie herab und hebt sich aus dieser Position in der Regel um 90° bis120°, wenn der Hund in Bewegung ist, ohne sich dabei über denRücken zu biegen oder sich einzurollen.

Bordeaux Doggen - schwarzmasken r. und l.
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Vordere Gliedmassen:
Kräftiger Knochenbau. Sehr muskulöse Glieder.
Schultern: Kräftig, mit hervortretenden Muskeln; Schulterblattmittelmäßig schräg (etwa 45° zur Horizontalen). Winkel
Schulterblatt-Oberarmbein: wenig über 90°.
Oberarm: sehr muskulös.
Ellenbogen:  In der Körperachse liegen, weder zu sehran der Thoraxwand anliegend, noch ausgedreht.
Unterarm: Von vorn besehen ist er gerade oder ein wenig vonaußen nach innen geneigt, so daß er sich leicht der Medianebeneannähert, dies besonders bei Hunden mit sehr breiter Brust. Von derSeite betrachtet steht er senkrecht.
Vorderfußwurzel: Kräftig; im Profil leicht schräg;von vorn besehen manchmal etwas ausgedreht, um die leichte Einwärtsneigungdes Oberarms auszugleichen.
Vorderpfoten: Kräftig, mit eng aneinander liegenden Zehen;gekrümmte, kräftige Nägel; gut entwickelte, weiche Ballen;trotz des hohen Gewichtes ist die Dogge dennoch ein guter Zehengänger.

Hintere Gliedmassen:
Stämmige, gut gewinkelte Gliedmaßen mit kräftigem Knochenbau.Von hinten besehen sind die hinteren Gliedmassen gut parallel und senkrecht;sie machen einen sehr kräftigen Eindruck, obwohl die Hinterhand etwasweniger breit ist als die Vorderhand.
Oberschenkel: Stark entwickelt und dick, mit sichtbaren Muskeln
Knie: Auf oder wenig außerhalb einer Ebene, die parallelzur Medianebene verläuft.
Unterschenkel: Relativ kurz, bemuskelt, weit hinabreichend.
Sprunggelenk: Kurz, trocken; mäßig offener Sprunggelenkswinkel.
Hinterfusswurzel: Kräftig, keine Afterkrallen.
Hinterpfoten: Etwas länger als die Vorderpfoten; eng aneinanderliegende Zehen.

GANGWERK

Für einen Molosser recht geschmeidig. Bodennaher geschmeidigerund raumgreifender Schritt. Guter Schub aus der Hinterhand; weiträumigeBewegungen der vorderen Gliedmaßen, besonders im Trab, der bevorzugtenGangart. Wenn der Trab schneller wird, neigt der Hund dazu, den Kopf tieferzu nehmen, die obere Linie krümmt sich nach vorne und die Vordergliedmaßenrücken näher an die Medianebene im Bestreben, weiter vorzugreifen.Kurzer Galopp mit ziemlich ausgesprochener Vertikalbewegung. Kann auf kurzeDistanz bodennah und überstürzt eine hohe Geschwindigkeit erreichen.

HAUT
Die Haut ist dick und ausreichend weit

HAAR
Beschaffenheit des Haares: Dünn, kurz und beim Anfassenweich.
Haarfarbe: Einfarbig in allen Abstufungen der Falbfarbe vonmahagoni- bis isabellfarbig. Auf gute Pigmentierung ist zu achten.
Weiße Flecken sind bei geringer Ausdehnung auf der Brust undan den Enden der Gliedmaßen statthaft.

MASKE
1. Schwarze Maske
Oft die Maske nur wenig ausgedehnt; sie darf nicht bis in die Schädelregionreichen. Sie kann von leichtem Ruß auf Schädel, Ohren,
Hals und der Oberseite des Körpers begleitet sein. Der Nasenschwammist schwarz.
2. Braune Maske (alte Bezeichnung: "rot" oder "braunschwarz")
Der Nasenschwamm und auch die Lidränder sind braun.
3. Ohne Maske
Das Haarkleid ist falbfarben; die Haut erscheint rot (früher ebenfallsals rote Maske bezeichnet). Der Nasenschwamm ist rötlich oder
rosa.

schwarzmaskene Dogue de Bordeaux, auch Bordeaux Doggen, Welpen,
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GRÖSSE + GEWICHT
Die Größe sollte ungefähr dem Kopfumfang entsprechen.
Rüde: 60 - 68 cm (toleriert wird von 59 bis 70 cm) Höhe,mindestens 50 kg
Hündin: 58 bis 66 cm (toleriert wird von 57 bis 68 cm),mindestens 45 kg

HÜNDINNEN Dieselben Merkmale, aber weniger ausgeprägt.

 

FEHLER
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehenwerden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichungstehen sollte.

schwere Fehler :
Überaggressiv, ängstlich
Kopf kurz und rund mit hervortretenden Augen
Überbetonung des Bulldoggentyps
(flacher Schädel, Nasenbein kürzer als ein  Viertelder gesamten Kopflänge)
Bedeutende seitliche Abweichung der Kiefer
Schneidezähne, welche auch bei geschlossenem Fang ständigsichtbar sind (konvex) gewölbter Rücken
Rute mit verschmolzenen Wirbeln, aber nicht seitlich gekrümmt
Eingedrehte Vorderfüße, selbst leichten Grades
Übermäßig ausgedrehte Vorderfüße
Flacher Oberschenkel
Sprunggelenkswinkel zu offen (steile Winkelung)
Winkel zu geschlossen, unterbaute Hinterhand
Sprunggelenke kuhhessig oder faßbeinig
Gestelzter oder hinten stark wiegender Gang
Übermäßig rauh keuchende Hunde
Weiß auf der Rutenspitze oder an der Vorderseite der Gliedmaßenoberhalb von Vorder- und Hinterfußwurzel

ausschließende Fehler :
Langer und schmaler Kopf mit wenig markiertem Stop; Nasenbein längerals ein  Drittel der gesamten Kopflänge (Mangel an Typ im Kopfbereich)
Nasenbein parallel mit der oberen Schädellinie oder abfallend;gekrümmtes  Nasenbein
Verdrehte Kiefer
Dogge mit fehlendem Vorbiss
Fangzähne, welche auch bei geschlossenem Fang ständig sichtbarsind
Zunge, welche auch bei geschlossenem Fang ständig heraushängt
Knickrute, die zugleich seitwärts gekrümmt oder gedreht ist(Korkenzieherrute)
Verkümmerte Rute
Krummer Unterarm mit stark durchgetretener Vorderfußwurzel
Sprunggelenkswinkel nach hinten offen (Hinterfußwurzel nach vorngebogen)
Weiß auf Kopf oder auf dem Körper, andere Haarfarbe als"Fauve"
Feststellbare, zur Invalidität führende Mängel

N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hodenaufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
 


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