Das leidige Thema
Der Die Das "Kampfhund"

Betreff:            Re: Kampfhunde
Datum:            Wed, 9 Dec 1998 13:20:48 +0100
   Von:                  An:             poststelle@rassehunde.de
 Referenzen:             1 , 2

Sehr geehrter Herr Stierand,
zu Ihrem Schreiben ein paar kurze Anmerkungen:
der Versicherungsbegriff ist u.a. definiert durch eine Vielzahl von Versicherten (der sog. Versichertengemeinschaft), die durch eine relativ geringe Prämie die möglichen großen Schäden einzelner Versicherten abdecken.
Es würde gegen das Versicherungsprinzip verstoßen, wenn ein Besitzer eines Dackels die gleiche Prämie zahlen würde, wie der Besitzer eines Dobermanns.

Da es ja nicht erst seit zwei, drei Jahren die von Ihnen aufgezählten Rassen gibt, fällt Ihnen (den Versicherern generell) recht spät ein, daß die "Dackelbesitzer" die eventuellen Schäden von "Dobermännern" mit finanzieren. Aber anstatt dann dem "Dackelbesitzer" mitzuteilen, daß Sie diese Erkenntnis gewannen und einen Verrechnungsscheck zur Begleichung des zuviel Gezahlten beizulegen, versuchen Sie (die Versicherer) uns klar zu machen, daß Sie bisher nur und ausschließlich "Verluste" hatten und, natürlich wegen der "Gerechtigkeit", deshalb die "schadensrelevanten" Rassen mit höheren Prämien zu versichern seien.
Bitte Herr Versicherungsmakler (und alle Versicherer), auch der "Dackelbesitzer" und Herrchen / Frauchen vom Dobermann können rechnen!!
Läuft etwa ein "Dobermann" öfter auf die Straße und verursacht somit Haftpflichtschäden, welche letztendlich über die Versicherungen zu klären sind, als ein "Dackel"?
Wenn von 12 Mio Hunden in Deutschland im Jahr drei, vier oder auch fünf, medienwirksame, weil spektakuläre Fälle verursacht werden, dann sind das sicherlich immer traurige und bedauernswerte Fälle, welche durch eine falsche Hunderziehung verursacht wurden. Hierfür sind nicht alle Halter eines Hundes der betreffenden Rassen, welche ihre Hunde mit Sach- und Fachverstand erzogen haben zur Kasse zu bitten. Das ist Abzockerei!!
Aber nun diese wenigen Fälle ausnutzen zu wollen um Profitmaximierung zu Lasten aller Hundehalter zu erreichen, Herr Versicherungsmakler, stinkt verdammt nach "Abzocke", denn seriös wäre, wenn die Versicherer die wenigen tatsächlich Schäden verursachenden Hunde ausschließen (ein Vorfall berrechtigt schon heute jede Versicherung zu kündigen) würden. Aber generell alle Hundehalter der von Ihnen genannten Rassen zu bezichtigen ihre Hunde zu "Kampfhunde" zu machen, ist wohl verdammt nahe der "Sippenhaftung" angesiedelt und unseriös.

Man könnte die sog. Kampfhunde zu einer wesentlich höheren Prämie versichern, doch die würde mit Sicherheit niemand bezahlen.

Man ...könnte... aber auch seriös kalkulieren!!!

Ich kenne in Deutschland keinen Versicherer, der Kampfhunde in Deckung nimmt, leider.

Von "Abzocke" sollten Sie nicht sprechen, denn bei einer Mitversicherung von Kampfhunden würden nur die Besitzer dieser Hunde profitieren. Der Rest müßte die höhere Schadenquote über höhere Beiträge finanzieren.

Sie sehen, ich argumentiere aus einem ganz anderen Standpunkt heraus. Es kommt eben immer auf die Betrachtungsweise an.

Mit freundlichen Grüßen

ein Versicherungsmakler

Auf das wirklich alle Hundehalter unserer obigen Argumentation folgen und die Rückerstattung der offensichtlich zuviel bezahlten Beiträge verlangen!!

Uwe aus Ihrem ...einfach tierischen Team bei rassehunde.de


ein Dienst von rassehunde.de

  eine Seite von Hundewelpen vom Hundezüchter beim Rassehundeportalrassehunde.de